Die Dachdeckung ist die äußerste, regensichere Schicht des Daches. Sie wird von der Dachkonstruktion getragen. Zur Dachdeckung wird in der Regel schuppenförmiges, überdecktes, ebenes oder profiliertes platten- oder tafelförmiges Deckmaterial verwendet.
Dachdurchdringungen sind Bauteile oder Elemente, die zur Sicherung der Dichtheit der Dachhaut bei Aussparungen oder Ausschnitten in der Bauteilfläche, wie z.B. bei Antennendurchgängen, Schornsteinen oder Anschlussdurchgängen für Solaranlagen, eingesetzt werden. Die Abdichtung erfolgt durch Rohrmanschetten.
Dachkonstruktion bezeichnet den konstruktiven, für die Standsicherheit nötigen, Aufbau der Überdachung. Sie fungiert als Traggerüst des Daches und trägt die Dachdeckung.
Die Dachneigung gibt die Abweichung der Dachfläche von der Waagerechten als Winkel in Grad oder als Steigung in Prozent an. Durch die Einhaltung der in der DIN 18807-9 geforderten Mindestdachneigungen soll eine vollständige Entwässerung des Daches sichergestellt werden. Mindestdachneigungen von 3° ohne Querstöße sowie 5° mit Querstößen und Dachdurchbrüchen sind in der Praxis üblich.
Bei der Dachpfanne, einer gewellter Dachziegel, handelt es sich um die in Deutschland meist verwendete Dachziegelform. Sie wird meist aus Zement oder einem Ziegelgemisch gefertigt.
Die Dachtiefe entspricht der Länge der Dachfläche zwischen First und Traufe in Metern.
Der Dachüberstand wird der Dachteil bezeichnet, der über den Gebäudegrundriss hinausragt. Er schützt die Außenwand vor Niederschlag und Feuchtigkeit.
Dämmstoffe sind Materialien mit schall- und/ oder wärmedämmenden Eigenschaften. Dämmstoffe können unter anderem aus Kunststoffen wie Polyurtehan oder PIR, aus Mineralwolle wie Glas- oder Seinwolle oder aus natürlichen Stoffen wie Zellulose bestehen. Die verschiedenen Dämmmaterialien unterscheiden sich z.B. durch ihr Rohgewicht, ihre Wärmeleitfähigkeit oder ihr Feuchtigkeitsverhalten. Die Baustoffklasse für das Brandverhalten, die Wäremleitfähigkeit sowie die Verwendungsmöglichkeiten müssen bei allen Dämmmaterialien angegeben werden.
Dampfsperren, auch Diffusionssperren genannt, schützen Die Dachkonstruktion und den Dachraum gegen eindringende Feuchtigkeit.
Bei der Konstruktion (Bauart und eingesetzte Materialien) von Decken müssen verschiedene statische Anforderungen und Kriterien wie z.B. das Tragverhalten, die Auswirkungen auf die Gesamtstabilität und die Geschosshöhe sowie die Integrationsmöglichkeiten für technische Gebäudeausrüstung berücksichtigt werden. Häufig werden Stahl, Aluminium, Beton oder Materialkombinationen, wie z.B. Stahlverbunddecken, verwendet.
Dichtbänder werden zur Luft- und Wasserabdichtdung im Leichtbau mit Sandwichelementen, Trapezprofilen und Lichtplatten eingesetzt. Hierzu werden die vorkomprimierten Dichtbänder auf die einzelnen Bauteile aufgeklebt und das damit zu verbindende Bauteil wird dagegegengesetzt. Der Einsatz von Dichtbändern in bereits vorhandene Fugen ist ebenfalls möglich.
Es kann zwischen Quell- und Kompribändern unterschieden werden. Quellbänder erreichen ihre ursprüngliche Größe durch die Aufnahme von Wasser, Kompribänder stellen sich rein mechanisch, ohne Wasserkontakt, zurück.
Dichtschrauben werden meist zur Befestigung von Profilblechen und Sandwichelementen auf Unterkonstruktionen verwendet. Eine hohe Materialverdichtung sorgt für eine stark erhöhte Festigkeit, sodass Dichtschrauben ihr Gewinde selbst in Holz-, Aluminium- und Stahlunterkonstruktionen einfurchen können.
DIN-Normen sind durch das Deutsche Institut für Normung (DIN) festgelegte Standards zur Vereinheitlichung von materiellen und immateriellen Gegenständen. Zusätzlich zu den in Deutschland entwickelten Maßstäben (DIN-Normen) findet eine Übernahme von auf europäischer (DIN EN-Normen) und internationaler Ebene (DIN EN IS-Normen) entwickelter Empfehlungen statt. Generell gilt, dass es keine Verpflichtung zur Anwendung von DIN-Normen gibt.
Dübel dienen der Verankerung bei Werkstoffen, in die Schrauben nicht unmittelbar eingedreht werden können. Regelungen hinsichtlich Einsatzbereich, Anwendung, Ausführung, Korrosionsschutz, Überwachung und Dokumentation finden sich in den bauaufsichtlichen Zulassungen oder in europäischen technischen Zulassungen.
Dünnbeschichtung, auch DU oder KID genannt, hat als Basismaterial Polyester und wird mit einer Schichtdicke von ca. 12-15 μm aufgetragen. Sie entspricht Korrosionsschutzklasse II und wird in trockenen Innenräumen und bei niedriger Korrosionsbeanspruchung eingesetzt.
Die Farbe entspricht ungefähr RAL 9002 oder RAL 9010 und die Rückseite ist mit einer Rückseitenschutzlackierung von ca. 10 µm versehen. Ein gleichmäßiger Farbton kann wegen der geringen Schichtstärke nicht gewährleistet werden, auch nicht in geschlossenen Partien.